History lecture TALK: house of Subharchords, made in the GDR, by Dipl.-Ing. G. Steinke

Das Subharchord und seine Geschichte

von Gerhard Steinke, Audio Consultant, Berlin.

Kurzfassung der pptx-Präsentation im Aufnahme-Saal 1, Funkhaus Berlin, April, 2, 2016

Die Geschichte der Elektroakustischen Musik und Musikinstrumente beginnt in St. Petersburg mit der Erfindung von Theremin um 1920. Sein Instrument „Thermenvox“ wird bis heute von nur wenigen Künstlern beherrscht. Und es dauerte 85 Jahre, bis 2005 erstmals eine gedruckte “Theremin-Schule” erscheinen konnte, erarbeitet von der großartigen Thereministin Carolina Eyck. Viele weitere internationale Entwicklungen folgten; am bekanntesten wurde das „Trautonium” von Trautwein, mit seinem virtuosen Spieler Oskar Sala.

Dieses Instrument inspirierte zu unserer eigenen Entwicklung des Hybrid-Synthesizers "SUBHARCHORD", einem elektronischen Klang- und Geräuscherzeuger, im Zeitraum 1959 – 1966 im vormaligen RFZ (dem Rundfunk- und Fernsehtechnischem Zentralamt der Deutschen Post, in Ostberlin), speziell gestaltet für die Anwendung in Studios für Elektroakustische Musik wie auch bei Rundfunk, Film und TV.

Mit dem „Subharchord“ können zusätzlich zu einer Melodiestimme bis zu vier subharmonische Klänge erzeugt werden, die gemeinsam zu einer mehrstimmigen Mixtur summiert und in verschiedenster Weise mittels spezieller Formant - und MEL-Filterbänke bearbeitet werden können.
Die subharmonischen Frequenzen können in unterschiedlichen Teilungsverhältnissen von  ½ bis zu 1/29 kombiniert werden, was vielfältige Klangstrukturen erlaubt. Die Grundlage für dieses neue Instrument und für den geschützten Markennamen "Subharchord" war die Erfindung eines neuen Typs von subharmonischem Frequenzteiler durch Entwicklungsingenieur  Ernst Schreiber.

In unserem eigenen Experimentalstudio in Berlin-Adlershof realisierten in den Jahren 1960 bis 1970 mehr als 20 Komponisten zahlreiche autonome Werke sowie auch Klangillustrationen für Film und TV, bis zu der Zeit, als die spezielle musikpolitische Situation in der vormaligen DDR es nicht mehr zuließ, die Entwicklung der elektronischen Klangkunst fortzusetzen.
 
Neben dem Prototyp, gerettet von Komponist Georg Katzer und erneut installiert nach Restauration 2005 im EM-Studio der Akademie der Künste, wurden sechs Instrumente vom Typ SUBHARCHORD II in den Jahren 1966 -1968 im RFZ produziert. Drei Instrumente konnten erhalten und restauriert werden. Diese befinden sich nun in den Museen für Technik in Berlin, in Wien und in Trondheim. Sie sind für Komponisten zugänglich und werden gelegentlich in speziellen Veranstaltungen präsentiert.

( mehr dazu siehe in: http://www.rundfunkschaetze.de/radio-musikinstrumente-fuer-klangkunst/ subharchord)

 

Abendprogramm

In Saal 2 ist ab 19 Uhr zu jeder vollen Stunde ein halbstündiges Konzert vor stehendem Publikum, einfache Installationen, live gespielte und komplex arrangierte Anwendungen von unseren zum teil prominenten und erfahrenen Kunden und Künstlern verschiedener Couleur werden hier erwartet.

In Saal 2 beginnen um 20:30 und um 21:30 Panels und Diskussionen zu verschiedenen Themen. Geladene Gäste sind gehalten, ein Instrument zu spielen bevor sie es erklären und sich dazu äussern, die Auftritte und Darbietungen werden moderiert.

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